Schrattenbachs Geschichte
Herrschaftsgebiet der Schrattensteiner

....hier finden Sie Informationen
zur damaligen Lage, zum Grenzverlauf, zu Nachbarherrschaften, inklusive einer Skizze...
 
Lage:
Das Gebiet von Schrattenstein gehörte einst zur „Pittner-Mark“, die auch „Waldmark“ genannt wurde. Die ersten Herrscher dieser Mark waren: 832-855 Graf Ratpot, Präfekt der „marche orientalis“, aus bayrischen Geschlecht der Huosier, dann seit 976 die Grafen von „Wels-Lambach“. Nach dem Tode des Grafen Gottfried, dem Letzten aus diesem Geschlecht, der 1042 bei Pitten die Ungarn besiegte, fiel das Gebiet an die Grafen von „Neuburg-Vormbach“, die sich danach auch Grafen von „pütten“ nannten. Eckbert II. war der letzte Sproß dieses Geschlechtes. Nach ihm übernahmen die Grafen von „Steyr“ 1158 die Pittnermark, die somit an die Steiermark angeschlossen wurde nach dem Aussterben auch dieses Geschlechtes, mit Ottokar IV., gelangte 1186 die Pittnermark an die Babenberger und nun an Österreich.
Als Geschlechter, die an der Besiedlung und Kultivierung der Pittnermark beteiligt waren, kennen wir auch die Aribonen, die Grafen von Traisma (Waldeck), die Catholde und die Haderiche. In Verbindung mit einem dieser Geschlechter haben wohl die Vorfahren der Schrattensteiner das Land am Schrattenbach urbar gemacht.
Die ursprüngliche Herrschaft Schrattenstein umfasste das Gebiet der heutigen Gemeinden Schrattenbach, Grünbach, Stolzenwörth, Höflein, Zweiersdorf, Rothengrub und Würflach. Dazu kamen noch Streubesitzungen in Neunkirchen, Petersbaumgarten im Pittental, Neusiedl am Steinfeld und in Wien.
 
Grenzverlauf:
Der Grenzenverlauf der damaligen Herrschaft war folgender:
Beginnend auf der Kehr 790, südlich von Schrattenstein, über die Höhe 674 in Kettenluß, über die Höhe 743 am Kuhberg, zur Kapelle beim Gutenmann, über den Kienberg 1015 und die Höhe 915 bei Ranzenbach, über den Himberg 948 zum Romainkogel (wo einst die Burg Stozenwörth stand), durch das obere Siernbachtal zum Haltberg 1174, über den Ascher 740 zum Hutberg 971, über ein Wegkreuz zum Hausstein, zur Höhe 1023 am Geländ, über zwei Wegkreuze bei der Soandwandler Hütte, über die Waldwiese zum Plakles 1132, über die Höhe 1052 und ein Wegkreuz auf der Großen Kanzel, am oberen Rand der Hohen Wand entlang bis zu einem Wegkreuz und einen Bildbaum im Leitergraben, zum Kienberg 650, über den Zweierwald nach Tothengruba (die gleichnamige Burg stand an der Stelle des heutigen Pfarrhofes von Willendorf), weiter über die Höhe 376 auf der Stampfwiese, an Gerasdorf westlich vorbei zur Höhe 419, über eine Kapelle südlich von Gerasdorf, durch den Mollramer Wald zur Höhe 402, über einen Bildstock südlich von Wolfsohl, bis in die Au, und über die Höhe 651 südwestlich von Hettmannsdorf, wieder zur Kehr.
Das ehemalige Herrschaftsgebiet von Schrattenstein war einst etwa fünfmal so groß als das heutige Gemeindegebiet von Schrattenbach. Zur Herrschaft gehörten, außer der Hauptburg, noch vier kleinen Burgen, welche die Grenze zu bewachen hatten. Und zwar im Osten, von wo immer wieder Ungarneinfälle zu befürchten waren, Würflach, Rothengrub und Höflein, sowie im Westen Stolzenwörth. Auf diesen Burgen saßen Ritter die den Schrattensteinern unterstanden.
 
Nachbarherrschaften:
Der Besitz der Schrattensteiner war einst von folgenden Burgherrschaften umschlossen:
Im Süden: Flatz (der heutige Pfarrhof von St. Lorenzen war einst die Burg Flatz); Neideck (diese Burg stand am Kalvarienberg bei Hintenburg); und Stixenstein.
Im Westen: Puchberg.
Im Norden: Scheuchenstein und Waldeck.
Im Osten: Maiersdorf-Stein, Strelzhof-Wulfingstein (die Burg Gerasdorf (diese Burg wurde vor einigen Jahren, zur Errichtung einer neuen Strafanstalt völlig abgetragen).
 
Lageskizze

Daten wurden aus der Schrattenbacher Ortschronik entnommen. Dort findet man bei Interesse auch noch ausführlichere Informationen. Die Chronik befindet sich im Gemeindeamt.

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